PCB (polychlorierte Biphenyle)

PCB gehören zu den persistenten organischen Schadstoffen (POPs): Sie sind schlecht abbaubar und reichern sich in der Nahrungskette an. Inzwischen sind PCB in der Umwelt überall vorhanden und werden täglich in kleinen Mengen mit der Nahrung aufgenommen. Im Stockholmer Übereinkommen hat sich die Schweiz dazu verpflichtet, alle PCB-Vorkommen so bald wie möglich zu identifizieren und in umweltverträglichen Entsorgungsanlagen zu vernichten.
PCB wurden zur Isolation in Kondensatoren und Transformatoren, in Hydrauliköl, aber auch in offenen Anwendungen wie Lacken, Harzen, Kunststoffen, Druckerfarben, Klebstoffen und in dauerelastischen Fugendichtungsmassen verwendet.

Im Jahre 1972 wurde die Verwendung von PCB in der Schweiz aufgrund der schädlichen Eigenschaften für Mensch und Umwelt für offene Systeme verboten. 1986 trat ein generelles PCB-Verbot in Kraft. Die seither getroffenen Reduktionsmassnahmen haben zu einer deutlichen Abnahme der PCB-Belastung der Bevölkerung geführt. Die Massnahmen müssen nun konsequent weitergeführt werden.

 

Sanierung von PCB-fugen

Vor einer Sanierung oder einem Rückbau ist bei Verdacht auf PCB-haltige Fugendichtungen stets eine PCB-Analyse der Fugendichtungsmassen durchzuführen. Werden Sanierungen oder Rückbauten nämlich unsachgemäss ausgeführt, können die beteiligten Handwerker, spätere Gebäudenutzer, die Umwelt und über die Nahrungskette wieder der Mensch gefährdet sein. Spätere Gebäudenutzer können in solchen Fällen wesentlich höheren Belastungen ausgesetzt sein als die Gebäudenutzer vor der Sanierung.