Chloridkorrosion

Neben der flächigen Korrosion unter Sauerstoffreduktion durch Karbonatisierung der Betondeckung, kann die Depassivierung auch durch Chloride eingeleitet werden.
Betroffen sind vor allem Bauwerke, die Tausalzen aus dem Winterdienst ausgesetzt sind (Brücken, Parkhäuser) oder aus dem maritimen Bereich. Als Transportmittel im Beton kommt dabei dem Wasser eine entscheidende Rolle zu. Je nach Feuchtegehalt und der Porosität des Betons können Chloride kapillar aber auch durch Diffusion transportiert werden. Durch die Chloride wird die Passivschicht lokal zerstört und der Stahl korrodiert. Es entsteht eine Lochfrasskorrosion.

 

Feststellung Chloridkorrosion

Mittels eines Saugbohrers werden tiefengestaffelte Bohrmehlproben gezogen. Diese werden unter Säureaufschluss durch ein zertifiziertes Labor chemisch analysiert. Dabei ergibt sich der Gesamtchloridgehalt des Betons in M% bezogen auf die Betoneinwaage.